Ursprünglich hatten die Voortrekker
sich hier ab etwa 1838 niedergelassen; als jedoch 1843 Natal englische
Kolonie wurde, verliessen die meisten Buren ihre Farmen, die noch heute
die ursprünglichen Namen tragen.
In den 50er Jahren waren es 13 Familien
der Osnabrücker “Baumwollpflanzer” Bergthelis aus Neu-Deutschland,
die sich in dieser Gegend ansiedelten und 1858 die Gemeinde Neu-Hannover
gründeten. Schon 1854 waren die ersten Missionare und Kolonisten der
Hermannsburger Mission aus der Lüneburger Heide mit der Kandaze nach
Natal gekommen. Sie waren von Pastor Louis Harms entsandt und liessen sich
in Hermannsburg, etwa 70 km von Wartburg entfernt, nieder. Freunde und
Bekannte - meist aus den Dörfern des Hannoverlandes - folgten ihnen,
angelockt durch die günstigen Berichte. So entstanden bald neue Siedlungen,
in denen man bewusst neben dem lutherischen Glauben die deutsche Sprache
und Kultur zu pflegen und erhalten suchte.
Haupteinnahmequellen dieses Bezirks
erstrecken sich vor allem auf den Anbau und die Verarbeitung von Zuckerrohr,
Mais und Holz. Zwei Zuckerfabriken werden von rund 250 Farmern beliefert
und verarbeiten jährlich über 200 000 Tonnen Zuckerrohr. Für
den Export von Avocado und Kiwifrüchten sind neuerdings Kühlanlagen
und Verpackungsräume eingerichtet worden.
Für Sportbegeisterte gibt es
im Dorf Tennis, Reiten, Bowlingspiel und Golf (in der Nähe). Wassersport
ist beim “Albert-Falls” Staudamm möglich und Ausflüge zum Karkloof
Naturreservat mit einem 100 m hohen Wasserfall können unternommen
werden.
Der Wartburger Hof, ein 3 Sterne
Landhaushotel, 1984 erbaut, mit der persönlichen Note des Besitzers
und der Familie für den anspruchsvollen Gast, bietet grosszügig
und rustikal eingerichtete Aufenthalts- und Speiseräume, 20 gemütliche
Zimmer und ein Schwimmbad.
Kirchen: Zwei lutherische, eine römisch-katholische,
eine apostolische und in der Nähe befinden sich methodistische, anglikanische
und reformierte Kirchen.
Das Wappen Wartburgs stellt
Die Ankunft der Einwanderer per Segelschiff
dar sowie
die heraldische Wiedergabe einer
Burg mit Kreuz der Wartburg in Eisenach (Deutschland), wo Dr. Martin Luther
die Bibel übersetzte, die Lutherrose, und die Losung “Bete und arbeite”.
Diese Losung steht schon seit 1881
auf der alten Glocke von Kirchdorf und wird heute noch zum größten
Teil beherzigt.
Diese Information wurde uns freundlicherweise
von dem Wartburger
Hof zur Verfügung gestellt. |