Südafrika Destinationen, Tswaing Meteoritenkrater, Pretoria, Salzpfanne, Arizona, Vulkan...
Africa Adventure - Travel Information for Southern Africa
Home > Südafrika > Andere Reiseziele > Tswaing Meteoritenkrater
.
Der Tswaing Meteoritenkrater
Tswaing heißt “Ort des Salzes”, ein passender Name für den Tswaing Meteoritenkrater, der sich 40 km nord-nordwestlich von Pretoria befindet und wegen des Salzsees im Kraterzentrum auch als die Salzpfanne von Pretoria bekannt ist. 

The Tswaingkrater wurde über tausenden von Jahren von den Menschen der Stein- und Eisenzeit besichtigt und ist für Wissenschaftler seit hunderten von Jahren ein Geheimnis. 

Bis vor kurzem wurde noch angenommen, dass der Krater durch einen Vulkan entstanden ist. Aber neueste Untersuchungen haben bei Lochbohrungen mit modernen analythischen Geräten ergeben, dass Tswaing über 220.000 Jahre alt ist und eher durch den Einschlag eines Meteoriten entstanden ist - Ein Krater, der mehr als 1 Kilometer breit ist und durch den Aufprall eines Meteoriten (mit 50 Metern Durchmesser) auf die Erdkruste entstand.

Der Tswaingkrater hat einen Durchmesser von etwa 1 Kilometer und besitzt Salzablagerungen sowie einen See mit hohem Salzgehalt in seinem Zentrum, was ihm den Namen Tswaing ("Ort des Salzes") verschaffte. 
Der ausgezeichnet erhaltene Kraterrand ragt 60 Meter aus dem ihn umgebenden Flachland heraus und misst an seiner höchsten Stelle über dem eher flachen Kraterboden 119 Meter. Der Tswaingkrater ähnelt in Größe und Struktur auffallend dem weitaus berühmteren Meteoritenkrater in Arizona, der ca. vor 50.000 Jahren entstanden ist. 

Die gesamte Erdgeschichte hindurch wurde die Erdöberfläche ständig mit Meteoriten von außerhalb des Weltraums bombardiert. Große und kleine Felsen- oder Eisengeschosse schlugen gelegentlich auf der Erdoberfläche ein, was gelegentlich zu einer Kraterbildung wie z.B. der des Tswaingkraters führte. 

Durch die erst vor kurzem gezeigten Kinofilme Armageddon und Deep Impact wurde vielen die mögliche Gefahr der Kollision eines "Körpers" aus dem All mit der Erde und dem daraus resultierenden Aussterben aller Lebewesen auf unserem Planeten viel mehr bewußt. Dies ist nicht so weit hergeholt wie es den Anschein hat, da die gesamte Erdgeschichte von Meteoriteneinschlägen mit katastrophalen Auswirkungen geprägt ist. 

In einem besonderen Fall, vor ca. 65 millionen Jahren, führten die direkten und indirekten Auswirkungen eines Meteoriteneinschlages zum Massensterben, nicht nur von Dinosauriern, sondern von fast allen großen Tieren unseres Planeten. Dieser Einschlag, der durch einen Meteoriten mit ca. 50 km Durchmesser, entstand, wurde von Wissenschaftlern als der 180 km breite Chicxulubkrater auf der Yucatanhalbinsel von Mexiko identifiziert. 

Im Vergleich dazu ist der Tswaingmeteorit mit einem Durchmesser von 1,1 km eher klein. Er entstand wahrscheinlich durch einen 30 bis 50 m breiten Meteoriten, einem Geschoss aus metallischem Felsgestein. Trotzdem ist Tswaing unter den 150 bekannten Kraterstrukturen auf der Erde einer der besterhaltensten Krater und einer der wenigen, die gut zu erreichen sind. Die katastrophalen Auswirkungen auf die Umgebung waren dennoch spektakulär und die Vorstellung ist eher faszinierend, dass die Menschen, die in der frühen Steinzeit zum Zeitpunkt des Meteoriteneinschlages in der Magaliesberg-Region lebten, dieses Ereignis hätten beobachten können. In wieweit sie dies auch genießen konnten ist natürlich fraglich, da durch den Aufprall eine Schockwelle und eine Windgeschwindigkeit von mehreren hundert Kilometern pro Stunde auf jeden Beobachter eingewirkt haben müssen. In einem Gebiet von 35 qkm dürfte kein lebendes Wesen diese Explosion, die 100 mal stärker als die Atombombe von Hiroshima war, überlebt haben. 

Dieser Meteorit durchdrang die Atmosphäre mit einer Geschwindigkeit von 20 bis 30 Kilometern pro Sekunde, was im Vergleich zur Geschwindigkeit einer Gewehrkugel (die das Gewehr mit weniger als 1 Kilometer pro Sekunde verläßt) erstaunlich schnell ist. Die Katastrophe trat nahezu ohne Warnung ein - der Meteorit brauchte nur 10 Sekunden für die Durchdringung der Erdatmosphäre; Durch die große Reibungshitze von einigen tausend Grad Celsius schmolzen äußere Bereiche des Meteoriten und erzeugten dadurch einen hellen Blitz am Himmel. Im Fall des relativ kleinen Tswaing Meteoritenkraters verlief die Kraterbildung in weniger als 30 Sekunden. Die typische Vertiefung in der Mitte und die Kraterwand entstanden durch große Felsenstücke, die beim Aufprall des Meteoriten auf die Erde seitlich ausgestoßen wurden. Temperaturen von mehreren tausend Grad Celsius und der enorme Druck (mehrere 100,000 Bar), die beim Aufprall auf das Gestein wirken, hinterlassen typische geologische und mineralische Spuren im Felsgestein und zerstören den Meteoriten normalerweise fast vollständig. Nur in seltenen Fällen, wie z.B. beim Eisenmeteorit Hoba in Namibia, bleibt ein Teil des Meteoriten erhalten und kann zu wissentschaftlichen Untersuchungen genutzt werden. 

Die drei am häufigsten im Bezug auf Meteoriteneinschläge gestellten Fragen sind: 

Warum ist die Oberfläche des Mondes mit Meteoritenkratern regelrecht durchlöchert während die Erde anscheinend relativ wenige besitzt? 
Woher kommen alle diese Geschosse? 
Können solche Szenarien, wie in den Kinofilmen Deep Impact und Armageddon dargestellt, irgendwann einmal Realität werden? 

Die erste Frage ist relativ leicht zu beantworten. Einige Faktoren verhindern, dass die Erde jemals so arg zerstört würde wie der Mond. Ein bedeutender Faktor ist die Atmosphäre, die durch ihre reibenden Kräfte für die Verdunstung und Explosion der meisten Geschosse auf ihrem Weg durch die Atmosphäre verantwortlich ist. Trotzdem lagern sich jedes Jahr tausende Tonnen meteoritischen Materials auf der Erde an. Die Atmosphäre ist auch für das Wetter auf unserem Planeten verantwortlich. Die Kräfte von Wind und wasser sind gefürchtete Feinde, die alles, was ihnen im Weg liegt zerstören. Auf dem Mond gibt es weder Wind noch Wasser. Das erklärt teilweise, warum sogar die ältesten Meteoritenkrater, die wahrscheinlich mehr als 3 Billionen Jahre alt sind, noch bestens erhalten sind. 
Ein weiterer wichtiger Grund ist die Tatsache, dass unsere Erde geologisch aktiv ist. Das bedeutet, dass wir aktive Vulkane, Erdbeben und eine Verschiebung der Kontinentalplatten erleben. Ein Großteil unserer Erdoberfläche ist weniger als 200 Millionen Jahre alt, was im Vergleich zum Gesamtalter unseres Planeten (4,5 Billionen Jahre) noch relativ jung ist. Zwei Drittel der Erde sind mit Wasser bedeckt, was ebenfalls dazu beiträgt, dass nur selten Krater, die durch Einschläge von Meteoriten entstanden sind, auf der Erde sichtbar sind. 

Die Antwort auf die Frage auf die Herkunft der Meteoriten ist etwas schwieriger. Es wird angenommen, dass die meisten Meteoriten aus dem Asteroidengürtel, der zwischen Mars und Jupiter liegt, stammen. Dieser Gürtel besteht aus Teilen, die wahrscheinlich ursprünglich von einem Planeten stammen, welcher der Erde sehr ähnlich war und irgendwann einmal in der Geschichte des Sonnensystems von einem großen Geschoss getroffen wurde. Dadurch zersplitterte er in mehrere Millionen kleine Teile, von denen  einige auf Kollisionskurs mit der Erde stehen. Die Herkunft einiger anderer Meteoriten scheint auch auf dem Mond oder sogar auf dem Mars zu liegen. Wahrscheinlich entstanden Absplitterungen bei Meteoriteneinschlägen auf dem Mond und auf dem Mars, welche dann auf Kollisionskurs mit der Erde gingen. 

In Bezug auf die dritte Fragen müssen Statistiken zu Rate gezogen werden. Betrachtet man alle verfügbaren Informationen über Meteoriten und Einschläge von Meteoriten, kann gesagt werden, dass alle 1600 Jahre die Erde von einem Meteoriten der Größe von Tswain getroffen wird. Aber diese Zahl stellt nur den durchschnittlich kalkulierten Zeitraum dar. Die Erde könnte tatsächlich schon heute, morgen oder zu jeder Zeit und an irgendeinem Ort von einem katastrophalen Einschlag betroffen sein.

Copyright by Africa Adventure Tourist Information cc - Alle Rechte vorbehalten.
Africa Adventure und Africa Adventure Travel sind eingetragene Markenzeichen von Africa Adventure Tourist Information cc
Copyright, Allgemeine Geschäftsbedingungen und Datenschutz