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Der Orange River – Lassen Sie sich einfach treiben.
Eine Kanufahrt auf dem Orange River ist eine fünf Sterne Reise, die man im Leben einmal gemacht haben sollte. Durch die sanften Stromschnellen und die vielen ruhigen Flußabschnitte ist das Kanu fahren auf diesem Fluß für jeden geeignet – von 7 bis 70 Jahren. 

Adrenalin Freeks und Liebhaber des White Water Raftens brauchen keine Ausreden mehr, wenn Sie ihre Liebsten allein zu Hause lassen. 

Eine der Hauptattraktionen am Orange River ist die unbeschreiblich schöne, aber auch trockene Landschaft: Eine ungezähmte Wildnis, durch die sich der grüne Fluß schlängelt.

Während Sie auf den ruhigen Abschnitten des Flusses in ihrem Boot dahingleiten, können Sie viele Tiere und Vögel beobachten. Kapkormorane, Goliath Reiher, Königsfischer und Fischadler sind hier regelmäßig zu sehen. Zudem halten sich oft Vervetaffen und Paviane am Ufer auf, aber auch die braune Hyäne, der Fledermausohrenfuchs, Klipspringer ud sogar Leoparden kommen in dieser Gegend vor. Wenn Sie hier über Felsen klettern oder zur stillgelegten Mine wandern, achten Sie darauf wo Sie mit ihren Händen hingreifen, denn es gibt hier Skorpione. Vergessen Sie aber auf keinen Fall eine Angel mitzunehmen. Im Orange River leben 11 Fischarten inklusive gelber Fisch, Karpfen und Flußbarbe. 

Wenn Ihnen die herrliche Landschaft, die reiche Vogelwelt, die großartige Verpflegung, interessante Wanderwege, unglaubliche Sonnenuntergänge und das Schwimmen im Fluß noch nicht genug sind, dann sind da immer noch ein paar Stromschnellen, die ein wenig Leben in einen allzu ruhigen Nachmittag bringen. Dead Man’s Rapid und Entrance Exam sind harmlose Vorboten für die große Stromschnelle Sjambok.

Der folge Bericht einer Gruppe von Kanufahrern schildert eine Fahrt auf dem Orange River noch anschaulicher: 

Wir fahren von Kapstadt gemütlich durch die wunderschöne Landschaft des Westkaps und des Namaqualandes bis zur Grenze Namibias. Nur 15 Kilometer von Provenance liegt ein Camp am Ufer des Orange Rivers. Dort beginnt unsere Kanutour. 

Nach einem guten Frühstück am nächsten Morgen gibt uns unser Tourleiter mit einem verschmitzen Grinsen erste Instruktionen für die Fahrt. "Die Person, die hinten im Kanu sitzt, ist der Kapitän und für das Steuern des Kanus verantwortlich. Alle Personen im vorderen Teil des Kanus sind der Motor, weil Sie die Geschwindigkeit des Bootes bestimmen und zudem nach Felsen Ausschau halten." 

Es wird auch strengstens auf den Schutz der Natur geachtet. Unser Leiter betont, daß kein Abfall in der Wildnis zurückgelassen werden darf.

Während wir unsere Kleidung und Schlafsäcke in wasserdichte Säcke packen, wirft unser Leiter ein: "Und noch eines, nehmt eure Armbanduhren ab, denn draußen auf dem Fluß ist Zeit nicht mehr wichtig." 
Wir setzen unsere Kanus am Camp ins Wasser und unsere weitere Reise führt durch wohl eine der schönsten Landschaften auf dieser Erde, in das Richtersveld, bis zum Kilometer 74 bei den Aussenkehr Weingärten, wo wir wieder an Land gehen. 

Wir fühlen uns sehr schnell eins mit dem Fluß und während des Paddelns verstreichen die Stunden wie im Flug. 

Heute ist ein warmer, fauler Tag im Richtersveld und die Stimmung ist entspannt. Das einzige Geräusch, das die Stille unterbricht, ist das leise Plätschern unserer sanft durchs Wasser gleitenden Paddel. Während wir so über das Wasser gleiten, fliegt ein Reiher majestätisch über uns hinweg. Doch plötzlich wird diese Idylle durch das Donnern einer nahenden Stromschnelle gestört. Und schon fährt unser Mohawk Kanu durch eine Rollarcoaster Stromschnelle und stößt dabei an ein paar unsichtbar unter der aufgewirbelten Wasseroberfläche liegende Felsbrocken. Das Wasser spritzt rundherum hoch, aber außer ein paar aufregender Momente bleiben wir und unser Boot unversehrt. 

Wir können wieder die vorbeiziehende Landschaft genießen. Große, weite Glasflächen, beeindruckende Felsformationen und schroffe Bergketten stehen in starkem Kontrast zum tiefblauen Himmel. Nun ist es aber Zeit, einmal schwimmen zu gehen. Ich gleite langsam ins Wasser und schwimme entspannt auf dem Rücken liegend durch den Fluß. 

Nachdem wir uns mit einem köstlichen Mittagessen gestärkt haben, hören wir schon das Rauschen der vor uns liegenden Dead Man's Stromschnelle. Wir fahren die Stromschnelle in einem sicheren Winkel an, dennoch stößt eines unserer Kanus mit der Spitze an einen Felsen, dreht sich mit der Öffnung nach unten und füllt sich schnell mit Wasser. Mehr ist aber nicht passiert. 

Für unsere erste Nacht ziehen wir die Kanus auf eine Sandbank und schlagen dort unser Lager auf. Die Sonne beginnt hinter einem Hügel zu versinken und der Orange River macht seinem Namen alle Ehre: Die fedrigen Wolken über uns werden in ein orange-rosa Licht getaucht und ein Kanufahrer paddelt langsam vorbei. Ein Gemälde könnte diesen Moment nicht schöner darstellen. 

Stundenlanges Paddeln macht natürlich auch hungrig. Deshalb essen wir jeden Tag wie die Könige - die mitgeführten Lebensmittel machen es möglich. 

Am nächsten Morgen steht uns die größte Herausforderung unserer Tour bevor, die Sjambok Stromschnelle. Als wir in die Strömung kommen hilft nur noch heftiges Paddlen, das ist Action! Kleine Wellen brechen sich am Bug und unser Kanu füllt sich ein wenig mit Wasser. Wir umfahren erfolgreich Felsen aber in letzter Minute verliert mein Partner doch noch das Gleichgewicht, fällt aus dem Kanu und ich kann nur noch hilflos lachen und zuschauen wie er pitschnaß im Wasser liegt. 

Den Nachmittag verbringen wir mit Wasserschlachten und Sonne tanken. Nur einige Tage in der freien Natur und das umtriebige, moderne Stadtleben scheint ziemlich unwichtig zu sein. Ohne meine Uhr am Handgelenk ist die Zeit in den letzten vier Tagen sogar absolut bedeutungslos für mich geworden. Nach einem letzten großartigen Mahl, das aus mit Knoblauch gespicktem Lammfleisch über Kohle gegrillt besteht, mit Süßkartoffeln und Butternutgemüse als Beilagen, lege ich mich gesättigt in der Wiese in meinen Schlafsack. In so einer perfekten, tintenschwarzen und sternenübersäten Nacht braucht man kein Zelt. 

Es ist totenstill und der Fluß spiegelglatt. Nur ein glegentlich auftauchender Fisch durchbricht die Wasseroberfläche. Der Nachthimmel und die imposanten Berge spiegeln sich glasklar im Wasser des Orange und ich liege wach und beobachte zufrieden wie sich die Sterne im Fluß spiegeln. 

Diesen Bericht stellte uns freundlicherweise Felix Unite River Adventures zur Verfügung.

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